Langsam bekomme ich Angst!!

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Jacid_Burn
Langsam bekomme ich Angst!!

Hallo an alle Smile

Ich bin nun 26 Jahre alt und rauche ca. seitdem ich 17-18 Jahre alt bin. Kann mich nicht erinnern, wann ich genau angefangen habe.

In den letzten 2,5 Jahre verlor ich nun vollkommen die Kontrolle über das Rauchen, wenn man überhaupt je die Kontrolle darüber haben kann! Aber da ich auf der Arbeit (am PC) rauchen darf, komme ich nun tgl. auf 2 - 2,5 Schachteln.

Ende des letzten Jahres hatte ich schon ein Problem deswegen. Sobald ich geschlafen habe, die Tageszeit war hierbei unwichtig, wachte ich auf und versuchte 1 - 1,5 Minuten wie ein Karpfen nach Luft zu schnappen. Das ging über mehrere Wochen so bis ich Angst davor hatte überhaupt schlafen zu gehen. Irgendwann ging ich dann zum Arzt und als er erfuhr, wie stark ich rauche, stand fest, dass es am rauchen liegt. Bei anderen würde es sich mit Abhusten am morgen bemerkbar machen und bei mir machte es sich beim schlafen bemerkbar!!!

Dieses Problem ist nun Gott sei Dank weg!!

Nun bekam ich diese Woche eine Mandelentzündung, wo ich natürlich weiterrauche Sad

Am Tage geht es mir relativ gut, aber die letzten Abende/Nächte waren grausam. Ich habe eine innere Unruhe mit der Angst nächsten Morgen nicht wieder aufzuwachen, weil ich vielleicht eine Lungenembolie oder Herzinfarkt bekommen könnte.

Am Mittwoch war ich abends um 20 Uhr noch beim Notdienst (gehe sonst so selten zum Arzt), da mein Hals ganz angeschwollen war und ich das Gefühl hatte, nicht richtig Luft zu bekommen. Der Arzt war sehr sehr unfreundlich. Drückte bisschen mein Hals ab und sagte dann, mein Hals wäre ok, aber ich hätte Nackenverspannungen und verschrieb mir Muskelentspannungsmittel auf. Das war wie ein Schlag ins Gesicht, als würde ich mir das mit dem Hals nur einbilden und wegen Nackenverspannungen den Notdienst in Anspruch nehmen :evil: .

Also habe ich ein Fehler begangen und habe zu Hause bei Google meine Symptome eingegeben und was bekam ich zu lesen?

- Kehlkopfkrebs
- Herzinfarkt

Bingo!!!

Nächsten Tag wachte ich auf und meine Lymphdrüsen waren geschwollen, bin dann aber trotzdem zur Arbeit gegangen und habe den Tag mehr oder weniger gut überstanden und bin nach der Arbeit dann zum HNO-Arzt gegangen, der dann die Mandelentzündung diagnostizierte.

Soviel zu Nackenverspannungen!!!

Nur jetzt hat sich diese Angst vor Herzinfarkt oder Lungenembolie festgesetzt, da ich ja starker Raucher bin.

Gestern ab 21 Uhr traute ich mich nicht mehr eine zu Rauchen. Heute morgen um 09:37 Uhr rauchte ich dann wieder die erste. Am Tage halten sich die Ängste bisschen verdeckt, also rauche ich. Aber sobald es abends wird, bekomme ich tierische Angst....

Ich weiß schon garnicht mehr wann ich das letzte mal 12 Stunden nicht geraucht habe. Aber als ich heute morgen aufwachte, fühlte ich mich irgendwie erleichtert. Blöd nur, dass ich dann wieder angefangen habe zu rauchen. Jetzt ist der Druck im Hals wieder da.

Ob der Druck von der Mandelentzündung in Verbindung mit dem Rauchen auftritt oder der Druck seelisch bedingt wegen meiner Angst ist, weiß ich nicht.

Gestern habe ich bei der BZgA angerufen und nach einem längeren Gespräch schlug Sie mir Zyban vor in Verbindung mit Gruppengespräch.

Ich rauche eigentlich immer. Wenn ich nachts mal aufwachte, ob 3 oder 4 Uhr....rauchte ich eine und legte mich wieder schlafen.

Vor einem Jahr verbot mir meine Frauenärztin hormonelle Verhütungsmittel, da bei uns bereits 3 mal Lungenembolie in der Familie aufgetreten ist. Und dabei gehe ich mit meinem starken Rauchen so ein enormes Risiko ein.

Ich WILL, ich MUSS aufhören und ich weiß nicht wie?!

Würde Zyban mir helfen? Andererseits habe ich auch tierische Angst vor den Nebenwirkungen....

Ich will mich endlich mal im Cafe etc. hinsetzen können wo frei ist und nicht angestrengt nach Raucherplätzen suchen oder aber Cafe´s verabscheuen, die nur noch Nichtraucherplätze haben.

Was habe ich damals gemeckert, als alle Züge auf Nichtraucher umstellten. Aber jetzt finde ich es schön und angenehm. Ich gehe in den Zug, suche mir einen schönen sauberen Platz und muss nicht quer durch den Zug hetzen um noch irgendwo einen Raucherplatz zu ergattern, der dann auch noch meistens saudreckig ist. Ich lese ein schönes Buch und denke während der Zugfahrt nicht ans rauchen.

Ich WILL Rauchfrei WERDEN!!!

Welche Methode könnt Ihr mir empfehlen?

- meine erste Zigarette rauche ich oft noch vor dem aufstehen, aber spätestens innerhalb 30 Minuten

- dann Rauche ich die meisten am Computer, ob Zuhause oder auf der Arbeit

- Manchmal zünde ich eine Zigarette an und steck Sie in den Aschenbecher und vergesse Sie und merke es erst, wenn ich die zweite schon angezündet habe

- Ich fahre zur Arbeit ca. 30 km, als Beifahrer und habe in den 30 km meistens schon 3 geraucht.

- Wo andere eine Zigarette rauchen, würde ich locker zwei Zigaretten schaffen, rauche also sehr schnell

Würde mich auf viele Antworten und Tips freuen.

Vielleicht kann ich dann auch bald Nichtmehrraucher zu mir sagen.

Liebe Grüße
Jasmin

Maggi
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Hallo Jasmin,

Hallo Jasmin,
herzlich willkommen bei den Nichtmehrrauchern.
War schon mal eine gute Entscheidung dich hier anzumelden und dir Hilfe zu holen.

Welche die richtige Methode für dich ist, kann dir hier wahrscheinlich keiner sagen. Das muss man wirklich für sich selber herausfinden. Eigentlich ist es egal welche Hilfsmittel man nimmt, dass Wichtigste ist einfach die nächste Zigarette auszulassen, egal wie stark das Verlangen ist.
Es ist nicht einfach am Anfang, egal ob mit oder ohne Zyban, Pflaster, Kaugummi oder Ähnliches, aber es wird von Tag zu Tag einfacher.

Lies dich hier mal durch die ersten Seiten von verschiedenen Tagebüchern, du wirst sehen wir hatten es alle sehr schwer.
Hier bekommst du auf jeden Fall die richtige Unterstützung.

Wenn ich deine Geschichte so lese muss du dir nur noch überlegen, was größer ist, der Leidensdruck durch das Rauchen oder der eventuelle Druck in den ersten Tagen des Entzugs.

Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen.

Lieben Gruß
Maggi

Snusel
Hallo Jasmin,

Hallo Jasmin,

eine Mustermethode gibt es leider nicht. Vielleicht solltest du dich wirklich bei jeder Zigarette fragen, was schlimmer ist: die ständige Angst, die du jetzt hast oder die erste Zeit als Nichtmehrraucher, die vorbeigeht.

Viele Grüße
Snusel
seit dem 06.04.06 endlich frei
und stolze Gagaorden-Besitzerin

Penelope
Hallo Jasmin!

Hallo Jasmin!

Bin zwar selbst kein Raucher mehr, lebe aber seit über 20 Jahren mit einem sehr starken Raucher zusammen (deine Menge!) der gerade versucht mit Zyban aufzuhören. Auch er musste erst gesundheitliche Probleme bekommen bevor die Einsicht da war! Allerdings hat er trotzdem noch 6 Monate gebraucht, bis zu seinem endgültigen Entschluss!

Ich glaube bei Dir ist es auch so, dass Du sehr viel aus Gewohnheit rauchst!! Das ist dann reine Kopfsache, dafür wäre die Gruppentherapie gut. Zyban hilft bei dem körperlichen Entzug, also war der Rat Deines Arztes schon sinnvoll!

Den 1. Schritt hast Du ja schon getan LolLol

VG
Penelope

Gerd
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Hallo Jasmin,

Hallo Jasmin,

ich möchte mich den Worten von Maggi anschließen und hinzu fügen, dass ich spontan aufgehört hatte. Es muß aber wirklich aus dem Kopf heraus kommen. Spontan aufhören [b:4c20fde55f]ist[/b:4c20fde55f] Kopfsache und nicht , wie vielleicht angenommen - [i:4c20fde55f]nur mal so einfach aufhören[/i:4c20fde55f]. Du mußt Deinen Weg selber finden und ich denke, dass Du nicht mehr lange warten sollst. Überlege es Dir genau und bleibe bei uns, denn hier bekommst Du gute Tipps.

Ich wünsche Dir alles Gute. [b:4c20fde55f]Du kannst es auch schaffen![/b:4c20fde55f]

Grüße vom Foren-Opa

kinofreak
hallo jasmin

hallo jasmin

ich hab auch in etwa wie du geraucht! also 2 - 2 1/2 schachteln! ich muss um 7 uhr morgens anfangen zu arbeiten (bau) und manchmal hatte ich bis zu dieser uhrzeit bereits 6 - 7 Zigaretten geraucht! ich hab 20 jahre geraucht und ich kann dir nur sagen: aufhören ist einfacher als man sich denkt... hinterher Wink du hast dich ja jetzt hier schon angemeldet und sonst bist du ja auch total unzufrieden mit deiner raucher-situation! ... ich kann dir nur sagen, es lohnt sich! 4 monate bin ich davon los und alles war wesentlich einfacher als ich mir anfangs dachte und gesundheitlich..... hey, mir gehts super! Smile

die erste zeit hab ich mit akupunktur und nikotinplaster gut über die runden gebracht! ich würd dir schon hilfsmittel empfehlen und die akupunktur zb. war für mich der stichtag! von daher ein gutes hilfsmittel wenn man einen start-tag braucht :)(nicht das mans immer von einen auf den anderen tag verschiebt!)

Meine letzte Zigarette: 01.02.2006 um ca. 23.00 Uhr

Marcus375
Hallo Jasmin,

Hallo Jasmin,
bei mir war das aufhören ebenfalls leicht, eigentlich ein Genuss und ich freue mich, immer wenn ich ans rauchen denke, dass ich mir diesen scheiß nicht mehr reinziehen muss.
wenn Du's noch nicht probiert hast, dann lies das buch endlich nichtraucher von Allen Carr. hat bei mir voll geklappt. kostet nur paar euro und ist echt schnell gelesen. wenn es bei Dir wirkt, und es wirkt bei über 50%, dann hörst Du freudig und ohne trübsal auf.
ich kann es wirklich nicht nachvollziehen, dass es hier so vielen so schwer fällt aufzuhören, auch den berüchtigten "schmachter" kenne ich nicht.
das wichtigste ist auf jeden fall, dass Du versuchst aufzuhören.
viel erfolg und viele grüße,
Marcus

Claire Grube
Hey Jasmin,

Hey Jasmin,

mir geht es echt ähnlich wie Dir. Eitrige Bronchitis, Asthma und trotzem noch rein mit den Teilen - mit Genuss hatte das nix mehr zu tun, sondern lediglich mit nackter fieser Sucht und je übler mein Gewissen wurde, je mehr wollte ich rauchen weil ich glaubte es würde mich trösten (HALLOOO?). Mich hat das in üble Panik versetzt mir vorzustellen, dass ich nie mehr mein Leben mit Kippe genießen darf (bis ich Dank Allan Carr bemerkt habe, dass es sich nicht dabei um einen Genuss handelte). Ich fand die 1. in meinem Leben doch auch zum Kotzen und der Gestank hat mich auch ewig genervt und was mich in letzter Zeit immer störte, war die Tatsache, dass es sich bei Rauchern häufigst um sozial Schwache und Asis handelt - da darf man sich selbst dann in die Reihe stellen - na herzlichen Dank auch!

Ich empfehle, dass Du Dir einen Termin festlegst und dann radikal und komplett aufhörst. Reduzieren find ich noch härter. Am Besten nimmst Du nen Samstag oder nen Sonntag - Freitags noch fies totrauchen (am besten auf ner Party) und am nächten Tag fühlst Du Dich schrecklich. Ich hab die ersten beiden Tage geschwitzt wie ein Schwein (vielleicht war es Entzug) aber dann war ich erst mal körperlich über den Berg.

LG, die Sera

ichwillichwillichwill!!!!!

Letzte Kippe am 18.08.2007