Langsame Reduktion - Sinnvoll?

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SmokyFairy
Langsame Reduktion - Sinnvoll?

Hey!

Ich bin neu hier, da ich mich entschlossen habe das Thema Rauchentwöhnung konsequent anzugehen.

Ich bin 19 Jahre alt und rauche seit einem Jahr 1-2 Schachteln Zigaretten an einem Tag. Ich habe seit einiger Zeit dauernd husten, ich habe dabei Schmerzen in der Lunge und unmittelbar nach einer Zigarette bekomme ich leichte Kreislaufprobleme. Ich richte meinen Alltag nur noch nach dem rauchen, ich meide alles, was mir Spaß macht, wenn ich dann für eine Zeit lang nicht rauchen kann. Ich gebe dementsprechend so viel für Zigaretten aus, dass ich dafür oft an wichtigen Dingen wie Essen oder aber Freizeitaktivitäten mit Freunden sparen muss. Meinem Hobby - Sport jeglicher Art und Fitnesstraining - kann ich nicht mehr nachgehen, da ich keine Kondition mehr habe und ich mich durch das kettenrauchen stark geschwächt fühle. Meine Gedanken sind immer bei der nächsten Kippe - ob ich auf Klo sitze, eine Klausur schreibe oder Spaß habe.

Ich habe einfach keine Freude mehr an meinem Leben, weil ich das Gefühl habe, nichts mehr unter Kontrolle zu haben. Das Rauchen macht mich fertig, es belastet mich stark, so scheiße das jetzt auch klingen mag.

Ich habe so oft versucht weniger zu rauchen und habe mir durch Feunde starke Unterstützung geholt. Diese haben ihr Bestes getan aber aus Angst dass sie mich weiterhin am rauchen hindern, habe ich den Kontakt zu ihnen reduziert.

Ich WILL aufhören, aber meine Sucht ist ziemlich stark. Ich leide noch unter anderen Süchten und alles in allem ist es ziemlich stark ausgeprägt. Es artet immer mehr aus und sobald ich daran denke es ab JETZT zu lassen, kommt meine Suchtstimme und erzählt mir wieder irgendwas, so dass ich es dann doch auf nächste Woche oder irgendwann schiebe.

Meie Frage ist, ob es möglich wäre nicht von jetzt auf gleich aufzuhören sondern jeden tag konsequent 1 Kippe weniger? Mir ist bewusst dass da die Sucht aus mir spricht, aber ein kalter Entzug ist für mich momentan nicht möglich und jeder Versuch endete mit einem erhöhtem Konsum. Ich will mich austricksen und es mir irgendwie leicht machen, denn ich will nicht in zwei Jahren aufhören, ich will ab jetzt damit anfangen, aber da ich zur Zeit auch noch das Abitur mache kann ich es mir nicht leisten, wegen einem Entzug weniger zu leisten. Ich leide an Depressionen und ich habe einfach keine Kraft mehr, es auszuhalten dass es mir noch schlechter geht. Es ist mir alles zu viel aber es geht mir auch nicht besser wenn ich weiterhin so viel rauche.

Was würdet ihr mir in meiner Situation empfehlen und was haltet ihr von einer langsamen Reduktion?

Ich hoffe auf ehrliche Antworten!

Danke, eure Hanna

tramp
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Mh ... lange nicht mehr gemeldet, Hanna ... andererseits auch keine Antwort. Ich schreib einfach mal ein paar Sätze - vielleicht für dich, vielleicht für andere, die das lesen.

Ich war immer ein Anhänger der "Jeder hört anders auf"-Theorie - es gibt keine festen Regeln, die für jeden gelten. Trotzdem existieren Erfahrungswerte, die für die meisten als Richtschnur dienen können. Und diese Erfahrungswerte sagen: langsame Reduktion funktioniert nicht. Die Zigaretten, die du dir im Verlauf des Reduzierens noch "gönnst", gewinnen einen Stellenwert, der ihnen nicht zukommt, sie werden immer bedeutsamer, weil du mit jedem Tag gieriger darauf wartest, dass die Stunde und die Minute endlich da sind, wo du wieder eine rauchen "darfst". 
Das langsame Reduzieren endet entweder im alten Konsum oder du kriegst irgendwann die Kurve und machst einen radikalen Schnitt - und das ist dann die "Ex und Hopp"-Methode und nicht mehr die "jeden Tag eine weniger"-Methode.

Interessanterweise würde ich behaupten, dass mir das Reduzieren geholfen hat - allerdings nur insofern, als ich nach mehreren gescheiterten Reduktionsversuchen die Nase endgültig so voll hatte, dass ich den Absprung schaffte: an einem Tag - nein, in einem MOMENT von 60 Ziggies (meine Frau behauptet: noch mehr) auf 0. Einziges Hilfsmittel: dieses Forum.

Falls du noch hier liest und dich nochmal meldest: Betrachte es nicht als Verlust, hab keine Angst, fühl dich nicht klein. Betrachte es als Kampf und als Herausforderung, habe Mut - und fühl dich durchaus wie ein Held. Du KANNST es! Doch, ja, ernsthaft! 

Tramp

Die Letzte am 14.05.2006 um 2 Uhr nachts ausgemacht.

Tramp's Tagebuch

Freddi67
Ich würde dir nicht

Ich würde dir nicht empfehlen, langsam mit dem Rauchen aufzuhören. Mach es radikal und dann klappt es nach ein paar Tagen ganz einfach. Du wirst nach ein paar Tagen oder Wochen schon merken, dass deine Ausdauer sich von Tag zu Tag verbessert und du dich besser fühlst. Aber im Endeffekt musst du so aufhören, wie du meinst, dass du es am besten schaffst!

Jutta2
Sofort aufhören

Biggrin Biggrin Biggrin Biggrin Biggrin Biggrin Biggrin Biggrin Biggrin Biggrin

Hallo Miteinander,

ich habe
ebenfalls schon lange mit Reduktion gearbeitet, hat nix gebracht. Seit ich bei
Dr. Seyler ein Seminar gemacht habe von heute auf morgen aufgehört. Da bietet
der Suchttherapeut auch Hypnose an und ein Spritze (tut nicht weh)

Jutta2
Stimmt genau

 

Meinst Du Prodopa? War ich auch, hat mir ebenfalls geholfen!

Möpschen
Seminare

 

Den Dr. Seyler kenn ich auch, muss wohl Prodopa  gewesen sein. Oder gibt es noch einen ?

Neverever
kenn ich nicht, würde mich

kenn ich nicht, würde mich aber interessieren wie das vor sich geht....

Wir schaffen das!

gutetipps
Hallo Hanna, vielleicht hilft

Hallo Hanna,

vielleicht hilft dir ja diese Seite mit 10 tollen Tipps: http://zur-seite.net/800/gesundheit10/

 ich habe mich daran gehalten und bin jetzt seit 5 Monaten rauchfrei, wobei naja ... 5 Monate sind sicherlich ein guter Anfang, ich hoffe nicht wieder rückfällig zu werden.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg, melde dich doch wie es funktioniert!