Die Tablette Zyban soll die Erfolgsrate williger Nikotinaussteiger drastisch verbessern. Das Verschreibungspflichtige Zyban therapiert damit erstmals die Suchterscheinungen im Gehirn von Rauchern selbst und enthält im Gegensatz zu Pflastern oder Kaugummis kein Nikotin.
Jeder Raucher kennt es: das unbändige Suchtgefühl, das den frisch gebackenen Nichtraucher von einem Moment auf den anderen überfällt.
Die "Gier" - von Fachleuten englisch "craving" genannt - kann nervös, reizbar und unkonzentriert machen.
"Starke Raucher leiden so sehr unter ihren Entzugserscheinungen, dass nur fünf Prozent der Raucher es schaffen, aufzuhören", bedauert der Suchtexperte Lutz Schmidt, Direktor der Psychiatrie an der Benjamin-Franklin-Klinik in Berlin.
Die Tablette Zyban, die der britische Pharmahersteller GlaxoWellcome Mitte 2000 in Deutschland auf den Markt gebracht hat, soll die Erfolgsrate williger Nikotinaussteiger drastisch verbessern. Das verschreibungspflichtige Zyban therapiert damit erstmals die Suchterscheinungen im Gehirn von Rauchern selbst und enthält im Gegensatz zu Pflastern oder Kaugummis kein Nikotin.
Bislang schluckten fünf Millionen Raucher weltweit die Pille, die bei uns laut GlaxcoWellcome-Geschäftsführer Thomas Werner pro Tag soviel kosten soll wie eine Schachtel Zigaretten.
Der Berliner Psychater Schimidt testete die Tablette als einer von mehreren Prüfärzten in Deutschland an 32 freiwilligen Krankenschwestern und Ärzten. "Ich war selbst von dem Effekt überrascht", räumt Schmidt ein, der seit Jahren an Antisuchtmitteln forscht. "Den Rauchern, die die Tablette schon einige Tage vor dem Aufhören einnehmen sollen, schmecken die Zigaretten nicht mehr", beschreibt der Suchtexperte den günstigen Nebeneffekt.
Gleichzeitig sei das begleitende Motivationsprogramm genauso wichtig wie die Pille selbst. "Nur beides zusammen führt zu den guten Erfolgsraten", ist Schmidt überzeugt. "Auf den ersten nikotinfreien Tag muss sich der Raucher vorbereiten wie auf eine Operation, den Beginn des Urlaubs oder den Tag der Hochzeit", weiß Schmidt aus seiner langjährigen Erfahrung mit starken Rauchern. Nach einer im renommierten "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Studie blieben 30,3 Prozent der Raucher, die Zyban genommen hatten und dazu Verhaltenstipps bekamen, noch nach zwölf Monaten rauchfrei. Im Vergleich dazu schnitt die Gruppe, die ein Nikotinpflaster benutzt hatten, schlechter ab: Nach einem Jahr schaffen es nur 16,4 Prozent, ohne Zigarette auszukommen.
Ähnlich erging es den Patienten, die ein Scheinpräparat schluckten: 15,6 Prozent von ihnen blieb nikotinfrei.
Insgesamt nahmen 140 deutsche Raucher (aus Gesundheitsberufen) sowie 688 Teilnehmer aus anderen europäischen Ländern an der internationalen Zyban-Studie teil. Weitere Probanden, so Schmidt, seien erst einmal nicht vorgesehen. Dennoch bemerkt der Berliner Klinikdirektor schon jetzt, dass weitaus mehr seiner Patienten an Schlafstörungen leiden, als Forscher in anderen Tests beobachteten. Dies hielt die Ex-Raucher allerdings nicht davon ab, die mehrwöchige Therapie durchzuhalten.
Insbesondere Vielraucher, die mehr als 20 Zigaretten täglich qualmen und bei denen andere Entwöhnungsstrategien fehlgeschlagen sind, seien potentielle Kandidaten für Zyban, so Schmidt. "Das Mittel ist keine Wunderdroge, sondern ein verschreibungspflichtiges Präparat für Raucher, die wirklich ein Problem haben, ohne Hilfe aufzuhören." Laut unseren Informationen wird Zyban nicht von den Krankenkassen bezahlt, obwohl nach den internationalen Diagnosekriterien der Weltgesundheitsorganisation Nikotinsucht als Krankheit gilt. Seit 1996 bezahlen die Versicherungen auch die Kosten für Raucherentwöhnungskosten nicht mehr.
Preis: ca. 48 Euro (1 Packung = 30 Tabletten), 1 Tabl. enthält: 150,0 mg Bupropion hydrochlorid weitere Bestandteile: Titandioxid; Carnaubawachs; Magnesium (stearat, palmitat, oleat); Macrogol 400; L-Cystein hydrochlorid-1-Wasser; Hypromellose; Cellulose, mikrokristalline; Drucktinte
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Seltsame Inhaltstoffe!
Das Medikament enthält Drucktinte und Cellulose? Das kann ja nicht gesund sein. oO
Magnesium - Wadenkrämpfe
Eventuell ist daher in dem Zyban auch gleich Magnesium enthalten, um solchen Wadenkrämpfen vorzubeugen. Anscheinend hat man da schon von anderen Anti-Sucht-Medikamenten diese Erfahrung machen müssen.
Es geht auch ohne. Darin stimme ich dir jeden Falls zu.
Und was kommt nach der Pille?
Ich lese sehr, sehr häufig von Menschen solche Worte wie: "ALLES ist erlaubt, wenn man nur vom Rauchen wegkommt!" Das möchte ich so nicht unterschreiben. Ich habe einfach aufgehört. Ja, das geht. Und ich dachte bis vor nicht mal 2 Monaten: "Ich? Nur 2 Stunden ohne Kippe und ich sterbe!". Die hier beschriebene Tablette wird mir zu sehr "hochgelobt". Die negativen Berichte darüber in diversen Medikamentenforen sprechen eine andere Sprache. Das wirkt mir alles zu "rosa-rot". Und die Frage ist: Warum braucht es 32 freiwillige Krankenschwestern? Warum nicht 32 freiwillige Psychiater im mutigen Selbstversuch? Alles in allem möchte ich angesichts der möglichen und teils heftigen Nebenwirkungen der Tablette eines sagen dürfen:
Uns alle hat niemand eine Tablette geben müssen, damit wir ANFANGEN zu rauchen - jetzt brauchen wir verdammt noch mal auch keine um es sein zu lassen!
Rauchfreie Grüße und viel Kraft für den dunstfreien Weg durchs Leben!
Medikament im Selbstversuch
Nun ich habe nicht Zyban sondern Champix von Pfister gekauft.Das 4Wochen Starterpaket kostete 125€.
Was mir bei diesen Produkt eigentlich zusagte, das man erst zwischen den 8. und 14 Tag die letzte Zigarette rauchen sollte.
Dadurch war der grösste Druck weg. Ich rauchte meine letzte Zigarette am 14. Tag.
Naja von 30 auf 0 war nicht einfach, aber das Medikament hat mir dabei wirklich geholfen.
Aber nach 28 Tagen bzw. genau 4 Wochen, wo ich das Medikament nahm, bekam ich Wadenkrämpfe und das nicht zu knapp.
Im Beipack wurde zwar beschrieben, das sowas vorkommen könnte, doch es sei sehr selten.Ich brauchte 2 Wochen lang Magnesium damit die Schmerzen wieder aufhörten. Das Medikament hatte ich natürlich sofort abgesetzt.
Seit dem gehts auch ohne Pulver.