gedrückte stimmung - wie lange?

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kikko
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Mitglied seit: 29.08.2007

servus, ich hab mal ein bisschen mitgelesen und mich spontan angemeldet^^

ich würde gerne mal wissen wie lange bei euch die psychischen folgen (lustlosigkeit, depression etc.), die mit dem aufhören einhergehen, angehalten haben. ich habe mal gelesen, dass es ca. ein halbes jahr dauert, bis man sich wieder normal (glücklich, unternehmungslustig) fühlt.

Kommt das in etwa hin? wie sind eure erfahrungen?

bille
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Mitglied seit: 10.08.2006

Hallo Kikko,

also, ich glaube, das kann man nicht verallgemeinern. Den einen geht es von Anfang an super, die anderen sind länger nicht gut drauf.

Ich habe sogar meine zwei Aufhörversuche vollkommen unterschiedlich empfunden: beim ersten Mal war ich immer super gut drauf, das zweite Mal war härter, aber deshalb habe ich nicht nur Trauer getragen - und schon gar nicht wegen des Verlustes der iggi. Lachen .

LG
Andrea

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geniesserin
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Forum Supporter
Mitglied seit: 14.06.2007

Ich hab mich die ersten 1 bis 2 wochen nicht so gut gefühlt. Hätte heulen können und war wie in Watte gepackt. Heute, nach 11 Wochen qualmfreier Zeit geht es mir seelisch so gut wie vorher.
Aber wie Andrea schon schreibt, man kann hier nicht verallgemeinern.

TausM
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Mitglied seit: 28.08.2007
Agressionen

Gegen die gedrückte Stimmung kann man selbst einiges tun, indem man sich klar macht, dass man nichts verloren hat, was man vermissen müsste (die Kippen), sondern etwas gewonnen hat (Gesundheit, Zeit, Geld, Selbstbewußtsein).

Womit ich momentan eher Probleme habe ist diese ständige unterschwellige Agression. Ich merke selbst, wie fies und unausstehlich ich bin, normalerweise bin ich die Ruhe und Ausgeglichenheit in Person. Und dabei bin ich nicht mal schlecht gelaunt! Ich bin sozusagen ein gutgelaunter Kotzbrocken. Wie bekomme ich das in den Griff?

Claire Grube
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Mitglied seit: 27.01.2006

Ich benehme mich zeitweilig auch wie ein Kotzbrocken aber als ich noch rauchte, war das ähnlich .... im Grunde genommen war ich schon immer ab und an mal ein Kotzbrocken. Ich bin der Meinung, dass man sich das ruhig mal rausnehmen kann - außerdem kann man es jetzt auf das NMR schieben, ist doch praktisch Lächeln

LG, Claire

TausM
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Mitglied seit: 28.08.2007

Hmm, ich denke schon, dass die Kotzbrockigkeit seit dem NMR zugenommen hat, wobei, ganz gefeit ist man davor natürlich nie. Vielleicht fällt es einem sonst nicht auf, weil man sich nicht so intensiv mit sich selbst beschäftigt wie in der NMR-Phase!?

Claire Grube
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Mitglied seit: 27.01.2006

Irgendwie find ich das Wort total geil. Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen "KOTZBROCKEN" .. K O T Z B R O C K E N

Manchmal mag ich es ein Kotzbrocken zu sein Nikotinteufel

Hach, mach Dir keine Gedanken - das geht vorbei!!!!

Nette
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Forum Supporter
Mitglied seit: 25.08.2007

Ich hatte diese schlechte Laune immer bei meinen bisherigen Aufhörversuchen, so dass mein Mann dann schon immer sagte: Mann, rauch dir bloss eine, das is ja nicht zum Aushalte, naja, zumindest so ähnlich.
Dieses Mal ist es anders. Ich halte mir echt nur das Positive vor Augen, jeden Tag, das geht echt gut.
Nicht zuletzt dieses Forum sorgt dann auch noch für gute Laune bei mir. Also ich kann echt sagen, schlechte Laune: Nee, is nich Sehr glücklich

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Neuer Versuch : 19.04.13 gegen 15 Uhr

Claire Grube
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Mitglied seit: 27.01.2006

Den Spruch kenn ich auch von meinem Freund "Rauch Dir eine ..."!
Da ich beim letzten Versuch (nach drei Monaten) seinen Wunsch erhöhrt habe, wird er den gleichen Wunsch nicht noch einmal äußern ....

karamell
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Mitglied seit: 12.08.2007

hallo,
ich hab neulich gelesen, dass raucher kein glückshormon, das endorphin bilden können. statt des glückshormons benutzen sie nikotin.

hört der raucher auf zu rauchen dauert es eine weile, bis der körper das endorphin wieder bilden kann.

klingt ganz logisch und erklärt die etwaigen depressionen und kotzbrockigkeiten.

grüßle
julia

OlafSt
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Forum Supporter
Mitglied seit: 01.11.2006

Ist aber leider so nicht ganz korrekt Idee

[quote:5e581ca338="OlafSt"]Das Nikotin in den Zigaretten bringt den sogenannten Dopamin-Haushalt im Hirn durcheinander - soll heißen, es treibt die Dopamin-Produktion in solche Höhen, wie es der Körper selbst nie könnte.

Dopamin ist ein "Glücklichmacher". Darum fühlt man sich gut, ist zufrieden und glücklich, wenn man mit dem Rauchen beginnt. Das Dumme ist: Der Körper gewöhnt sich dran und im Hirn werden verstärkt Dopaminrezeptoren aufgebaut. Konsequenz: Der Körper will mehr, ergo raucht man immer mehr.

Im Laufe der Jahre erreicht man einen gewisses Gleichgewicht und empfindet den hochgejubelten Dopaminkram als völlig normal. Bis man das Rauchen aufgibt.

Der Gegenspieler zum Dopamin ist das Serotonin. Dessen Produktion klettert natürlich mit der ansteigenden Dopaminproduktion mit - sonst wäre man ja nur noch High und würde seinen Verstand irgendwann verlieren. Durch das nun fehlende Nikotin reduziert sich der Dopaminspiegel sehr, sehr schnell wieder auf normale Werte - der Pegel vom Serotonin leider nicht. Konsequenz: Weg ist das Zufriedenheitsgefühl - man fühlt sich leer, ausgebrannt, niedergeschlagen, kurz: Beschissen.

Das ganze hat also nichts, aber auch gar nichts damit zu tun, was die Welt im Moment so tut - die ist noch immer so wie immer. Es liegt auch nicht daran, das du nicht mehr rauchst. Nein, es liegt daran, das du mal geraucht hast ! Du nimmst die Welt im Moment nicht durch ne rosarote, sondern eher ne dunkelgraue Brille wahr Zublinzeln

Nun, die Serotoninproduktion wird wieder normal, aber das dauert ein bissel. Und dann verschwindet auch die graue Brille vor den Augen, versprochen.